
Haben Sie Fragen rund ums Hören?
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Seit Juli 2011 gilt das neue Pauschalsystem des Bundesamts für Sozialversicherungen.
Hier finden Sie das Faktenblatt.
Zwar nimmt mit dem Alter normalerweise auch die Hörfähigkeit ab. Das heisst aber nicht, dass man sich damit abfinden sollte. Ein Hörgerät kann helfen, die mit gutem Hören verbundene Lebensqualität zu erhalten und die gegenseitige Verständigung zu verbessern. Bevor Sie zum Ohrenarzt gehen, können Sie Ihr Gehör auch erst mal von einem Hörakustiker kostenlos testen lassen.
Falls Ihre Tochter tatsächlich ständig Musik hört, ist ihr Gehör in höchstem Masse gefährdet – auch wenn die Auswirkungen nicht gleich spürbar sind. Wie eine Studie aus Barcelona 2007 zeigte, wies die Hälfte der 14- bis 27-Jährigen bereits einen bleibenden Hör- schaden auf – hauptsächlich aufgrund von Disko- thekenbesuch und dem Musikkonsum mit MP3-Playern. Man geht davon aus, dass die Jugendlichen im Durchschnitt 20 bis 30 Jahre früher als ihre Eltern unter einem Gehörverlust leiden werden.
Der Geräuschpegel am Arbeitsplatz sollte konzentrier- tes Arbeiten zulassen und die Gesundheit nicht ge- fährden. Wenn Sie sich durch Lärm gestört fühlen, gibt es in Abhängigkeit der Ursachen verschiedene Möglich- keiten, die Situation zu verbessern z.B. bei der Raum- gestaltung. Teppiche oder Wandverkleidungen können die Lärmbelastung in Räumen vermindern. Lärm wir nicht von jedem Menschen als gleich störend em- pfunden. Wenn er aber 85 dB überschreitet, muss zwingend etwas für den Schutz des Gehörs unter- nommen werden, weil es sonst zu Hörschäden kommen kann.
Ab einer Lautstärke von etwa 80 dB führt Lärm zu Langzeitschäden des Gehörs. Lärm schadet aber nicht nur dem Gehör. Untersuchungen haben gezeigt, dass bereits bei Strassenlärm, der im Haus einen Schallpegel von 65 dB erreicht, das Risiko für Herz-Kreislauf- störungen um 20% höher liegt, als bei 50-55% dB.
Nein. Sprechen Sie in normaler Lautstärke, dafür deutlich, nicht zu schnell und in gleichmässigem Tempo. Achten Sie darauf, dass Ihr Gesicht gut sichtbar ist. Versuchen Sie, störenden Fremdlärm auszuschalten und in Gruppen nicht durcheinander zu reden. Vergewissern Sie sich, dass Sie richtig verstanden wurden.
Das ist ein bekanntes Phänomen. Unser Gehirn besitzt die Fähigkeit, aus einem Meer von Geräuschen das Wichtige herauszufiltern. Diese Fähigkeit muss dauernd trainiert werden, weil sie sonst verloren geht. Wartet man bei einem Hörverlust zu lange mit einem Hörgerät, muss das Gehirn diese ursprüngliche Fähigkeit wieder erlernen. Das dauert eine Weile. Moderne Hörgeräte können aber unterstützend wirken, indem sie sich auf verschiedene Hörsituationen programmieren lassen. Ganz wichtig ist, dass Sie sich in der Anfangsphase von Ihrem Hörakustiker beraten und Ihr Hörgerät nach und nach an Ihre Bedürfnisse anpassen lassen.
Es gibt keinen Grund, sich über ein Hörgerät zu schämen – auch als junger Mensch. Im Gegenteil: Mit einem Hörgerät signalisieren Sie schliesslich, dass Sie an Ihrer Umgebung interessiert sind, dass Sie sich mit anderen Menschen austauschen, in die Gesellschaft integrieren wollen. Hören heisst dazugehören – und manchmal brauchts dafür eben ein Hörgerät.
Das kann an der Akustik liegen. Gerade die moderne Architektur bringt manchmal Räume hervor, die akus- tisch schwierig sind. Was Sie beschreiben, kann aber auch ein Anzeichen einer Hörschwäche sein. Ver- schaffen Sie sich am besten Klarheit, indem Sie Ihr Ge- hör von einem Hörakustiker kostenlos testen lassen. Danach wissen Sie, wo Sie bei der Problemlösung ansetzen müssen: beim Sitzungszimmer oder bei Ihrem Gehör.
Das Hörvermögen bei Kindern hat ganz direkte Konsequenzen für die Entwicklung ihrer sozialen und kommunikativen Fähigkeiten. Bereits leichte Hörbe- einträchtigungen können zu Verhaltens- und Lern- problemen führen und damit die Lebensqualität erheb- lich einschränken. Warten Sie daher nicht, Ihrem Kind mit einem Hörgerät das Hören zu erleichtern. Je früher es lernt, damit umzugehen, desto selbstbewusster wird es dieses auch zu tragen wissen.
Das kann tatsächlich daran liegen. Wenn Ihr Mann zudem den Eindruck hat, dass Sie in letzter Zeit nicht mehr so gut hören, sollten Sie unbedingt Ihr Gehör testen lassen.
Ein Rasenmäher ist meist auch sehr laut. So laut, dass es bereits gehörschädigend ist, und man eigentlich beim Rasenmähen sein Gehör schützen sollte.
Erst mal herzliche Gratulation dazu, dass Sie Ihren Kollegen darauf angesprochen haben. Falsch ver- standene Diskretion hilft in einem solchen Fall nämlich weniger, als die ausgesprochene Anteilnahme an der Gesundheit eines Mitmenschen. Wenn Ihr Kollege Hörprobleme hat, sollte er auf keinen Fall damit warten, etwas dagegen zu unternehmen. Im Durchschnitt unternehmen Betroffene 10 Jahre zu spät etwas gegen ihre Hörprobleme. Dann können schon wichtige, mit dem Hören verbundene Fähigkeiten des Gehirns verloren gegangen sein.
Ihre Freundin sollte bedenken, dass sie nicht frei wählen kann, was sie hört und was nicht. Damit entgeht ihr nicht nur, was sie vielleicht nicht hören will, sondern sicher auch ganz vieles, das sie gerne gehört hätte. Die Folgen davon dürfen nicht unterschätzt werden. Hören heisst dazugehören, und wer nicht mehr gut hört, riskiert, sich zu isolieren.
Gegenfrage: Wenn Sie schlecht sehen würden, wür- den Sie sich für eine Brille oder lediglich für ein Monokel entscheiden? Unsere beiden Ohren ermöglichen uns eine akustische Orientierung im Raum. Damit können wir feststellen, wo sich eine Geräuschquelle befindet und ob sich diese allenfalls auf uns zu oder von uns weg bewegt. Im Verkehr etwa kann dies sehr wichtig sein. Auch ist der Hörgenuss grösser, wenn wir mit beiden Ohren hören. Es ist daher auf jeden Fall besser, zwei Hörgeräte zu tragen statt bloss einem.
